Aktuelles

21.03.2020

Liebe Leserin, lieber Leser, Nun geht die erste Woche mit einschneidenden Maßnahmen zu Ende. Und viele Menschen helfen mit, dass der Kampf gegen Corona geführt werden kann. Nicht nur im Bereich der Medizin. Heute war ich einkaufen. Herzlichen Dank in diesen Tagen denen, die uns zuverlässig mit all dem versorgen, was zu einem guten Leben gehört. Und ein ebenso herzlichen Dank für alle, die sich tatsächlich zurückhalten, die nicht unnötig rausgehen und sich an die Empfehlungen der Fachleute halten. Derzeit bauen wir weiter unsere Angebote im Internet aus.

Ihr Pfarrteam aus Biebertal:

Christin Neugeborn, Daniel Schweizer, Günther Schäfer und Claus Becker Wir sind für Sie da:

Gemeindebüro Biebertal, täglich 9.00 – 11.00 Uhr 06409 6339   Pfarrer Claus Becker 06409/6619453 beckerbande@aol.com
Pfarrerin Christin Neugeborn 06409/8085060 christin.neugeborn@ekhn.de
Pfarrer Günter Schäfer 06409/6322 guenter-schaefer@outlook.com
Pfarrer Daniel Schweizer 0163/7223950 daniel.schweizer@ekhn.de  

 

Angebote im Netz:

Biebertaler Andachten Im Biebertaler Mitmach TV finden Sie künftig wöchentlich Andachten der Pfarrerinnen und Pfarrer.  (https://biebertal.mach-mit.tv unter der Rubrik Kultur) Texte finden Sie auch im Biebertaler Bilderbogen  (https://dorfzeitung.biebertaler-bilderbogen.de ) Weitere Infos finden Sie unter anderem auf unserer Homepage ekiro.de Dort finden Sie ab Montag auch Links zu Angeboten benachbarter Gemeinden, der Kirche in Rundfunk und Fernsehen usw. Eine gemeinsame Homepage aller Biebertaler Gemeinden wird ebenfalls demnächst zu finden sein.
Weitere Infos auf: ekiro.de

 

Keine Ahnung – und trotzdem nicht ahnungslos Es fühlt sich manchmal schon sehr seltsam an. Die geschlossenen Schulen, Kitas und Geschäfte. Das Leben scheint ein wenig langsamer geworden zu sein – für die meisten Menschen, nicht für die, die in der Pflege tätig sind. Dort sind die Helden dieser Tage. Bei vielen Menschen zeigen sich erstaunlich gute Seiten. Die evangelischen KiTas sind zum großen Teil geschlossen – gearbeitet wird trotzdem. All die vielen Dinge, die im Alltag liegenbleiben und alleine erledigt werden können, werden erledigt. Ein Lehrer erzählt mir: soviel habe ich noch nie korrigiert. Jeden Tag bis zu 120 Hausaufgaben einzeln durchsehen – unterrichten macht mehr Spaß, merke ich als einer, der auch gerade am Korrigieren ist. Bei wenigen zeigen sich ausgesprochen negative Seiten. Sie versuchen sich zu profilieren in diesen Tagen. Oder zu bereichern. Bei geklauten Seifenspendern ist eine Kliniktoilette Spitzenreiter: 28 mal an einem Tag wurde der Seifenspender geklaut. 28 Mal. Und dann immer die gleiche Frage: wie lange noch? Keine Ahnung – die zwei Worte, hunderte Male von Jugendlichen früher gehört, sage ich nun selbst hundert Mal. Keine Ahnung, wie lange noch, keine Ahnung, 
welche Einschränkungen noch kommen, keine Ahnung. Denn so etwas wie jetzt hat von uns noch niemand erlebt. Das letzte Mal 1918, spanische Grippe. Damals starben mehr Menschen als im ganzen ersten Weltkrieg. Keine Ahnung, ob es schlimm wird, aber Vorsicht ist angesagt. Zu Recht. Auch in Tagen wie diesen wird beerdigt. Bei einer Beerdigung wird ein seltsamer Spruch gewünscht. Er steht im Buch Josua. Das erzählt, wie Josua Anführer der Israeliten wird und nun vor dem Jordan steht und ihn überqueren soll. Ins gelobte Land. Hinter ihm die Steppe. Dort haben seine Leute keine Chance. Von dem, was ihn auf der anderen Seite erwartet, hat Josua keine Ahnung. Ein unbekanntes Land liegt vor ihm.  Kein Wunder, dass er Angst hat. Doch dann verspricht ihm Gott etwas Wunderbares. Nicht, dass er keine Angst mehr haben muss. Nicht, dass er künftig alles weiß. Gott verspricht nur: ich bin bei dir. Gehe mit dir ins Unbekannte. Keine Ahnung, was in den nächsten Tagen noch passieren wird. Keine Ahnung, wie lange noch. Aber eines spüre ich, Gottes Versprechen gilt auch jetzt. Und es gilt auch Ihnen. „Sei mutig und stark! Fürchte dich also nicht und habe keine Angst; denn der allmächtige Gott begleitet dich, wohin dein Weg auch führt.“ Mit so einem Versprechen halte ich auch das „keine Ahnung“ noch eine Zeitlang aus – hoffentlich.   
Herzlichst Ihr Pfarrer Claus Becker