Trägerschaft

Liebe Eltern,

 

Pfarrer Teichmann

die Schülerbetreuung an der Grundschule Biebertal ist eine Einrichtung der ev. Kirchengemeinde Rodheim/Vetzberg und ist an den ev. Kindergarten Rodheim angegliedert.

Sie planen, Ihr Kind in der Schülerbetreuung anzumelden ‒ vielleicht ist dies auch schon geschehen. Wir freuen uns, dass Sie uns Ihr Kind anvertrauen!

Im August 2001 hat die Schülerbetreuung mit 20 Kindern und einer Erzieherin begonnen‒ geplant für ein Jahr. Die Not an der Schule war groß: gerade mal der Lehrplan konnte abgedeckt werden. Für zusätzliche Betreuung der Schüler vor und nach dem Unterricht stellte das Schulamt kein Personal zur Verfügung. Doch der Bedarf bei vielen Familien war und ist auch weiterhin groß! So waren 2009 bereits über 60 Kinder angemeldet, die von fünf Mitarbeitern betreut werden.

Die Kirchengemeinde hat mit der Schülerbetreuung die Verantwortung für eine dringende und notwendige gesellschaftliche Aufgabe übernommen, die sonst von keinem wahrgenommen wurde und wird.

Dabei ist für viele Kinder und ihre Familien die Schülerbetreuung ein kleiner oder auch großer Rettungsanker in der Organisation des Alltags: Wie soll man als Alleinerziehende(r) arbeiten gehen, wenn der 8-jährige Sprössling nach der vierten Stunde schon wieder auf der heimischen Matte steht? Großeltern sind längst nicht in allen Familien greifbar. Oft arbeiten auch beide Eltern…

Und wie mag sich ein Kind fühlen, dass heute bei Freunden, morgen bei Klassenkameraden, übermorgen bei Oma untergebracht wird? Verlässlichkeit, das betonen Pädagogen immer wieder, ist für Kinder elementar wichtig.

Die Schülerbetreuung will diese Verlässlichkeit Kindern und Familien gewährleisten. Unser Anspruch ist es, die Kinder nicht nur zu beaufsichtigen, sondern ihnen eine qualifizierte pädagogische Versorgung zu bieten. So ist die Schülerbetreuung auch in den Hessischen Bildungsplan eingebunden.

Die Kinder sollen sich wohlfühlen und gerne kommen, weil sie neben der Hilfe bei Hausaufgaben auch Spaß im gemeinsamen Spielen und vor allem ihnen zugwandte Ansprechpartner haben.

Jesus wurde einmal gefragt, wer bei Gott der Größte sei. Die ihn so fragten, werden wohl an mächtige Könige, reiche Kaufleute, große Propheten, eben an die Leistungsträger der Gesellschaft gedacht haben. Jesus aber ruft ein Kind und nimmt es mitten in den Kreis der Erwachsenen. Jesus stellt das Kind in den Mittelpunkt und gibt ihm eine besondere Würde. Diesem Vorbild Jesus weiß sich die Kirche verpflichtet.

Pfr. Merten Teichmann