Tansania

Seit 1994 sind wir mit der Diakonie-Schule der luth. Karagwe-Diözese in der Provinz Ngara in Tansania verbunden und unterstützen sie finanziell und durch Aussendung von Schwester Hildegard Platt, die dort von 1994 bis 2002 als Lehrkraft in der Diakonie-Schule tätig war.

 

Sr. Hildegrad Platt

 

Diese Einrichtung wurde 1993 als Zentrum und Einkehrhaus für die Diakonissen dieser Kirche gebaut.

Von Anfang an erhielten dort auch junge Frauen, die sich für einen verbindlichen Dienst in der Kirche entschieden hatten, eine praxisorientierte Ausbildung in Theologie, Diakonie, Religionspädagogik und Hauswirtschaft.

Dieser Ausbildungsgang endete im Jahr 2000, weil die Kirchengemeinden aus finanziellen Gründen keine Mitarbeiterinnen mehr einstellen konnten.

Seit dieser Zeit bildet die Schule in Kurzkursen von einem Jahr Erzieherinnen für Vorklassen der Grundschule und Kindergärten aus. Der Bedarf an Mitarbeiterinnen in diesem Bereich ist groß, weil die tansanische Regierung von allen Kindern vor der Einschulung den Besuch einer Vorklasse bzw. eines Kindergartens erwartet.

Um auch praxisbezogen ausbilden zu können und Kinder zu fördern wurden 1996 mit unserer finanziellen Unterstützung auf dem Schulgelände ein eingruppiger Kindergarten und Spielgeräte gebaut, der 1999 eingeweiht wurde.

 

Diakonie-Schule in Nkwenda

 

Kindergarten Nkwenda

 

Er genießt bei allen Eltern großes Vertrauen, denn baulich, personell sowie konzeptionell unterscheidet er sich von anderen Einrichtungen in den umliegenden Dörfern.

Die Kinder werden nicht nur im kognitiven bereich gefördert, sondern erhalten durch das angeleitete und freie Spiel eine gewisse Sozialkompetenz. Auch auf die Erziehung im hygienischen Bereich wird großen Wert gelegt

Die Einrichtung bietet den Kindern einen Maisbrei. Für die meisten Kinder ist er die erste Mahlzeit am Tag, die ihre Aufnahmefähigkeit und Gesundheit fördert.

Dies alles geschieht unter schwierigen Arbeitsbedingungen: kein fließendes Wasser, kein Strom, Kochen mit Feuerholz, sehr geringe finanzielle Unterstützung der Eltern, Schwierigkeiten bei der Beschaffung von geeigneten Lern- und Spielmaterialien.

Obwohl die Diakonie-Schule mit 12 Internatsplätzen und der Kindergarten mit 25 Plätzen relativ klein sind, geben sie doch Jahr für Jahr jungen Menschen und Kindern Bildungschancen und einen beruflichen Einstieg.

Das trägt in dieser abgelegenen, ländlichen Gegend zur allgemeinen Entwicklung bei und vermindert die Armut.

 

Kindergarten in Nkwenda



Bibliodrama der Schülerinnen

 

Internat der Diakonie-Schule